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Mark Benecke, http://www.benecke.com/.
Fern vom wirklichen Leben herrscht das Verbrechen. Den
ganzen Tag bis tief in die Nacht hinein können wir zu Hause vor den
Fernsehgeräten einem Heer von Detektiven, Ermittlern, Polizisten, Profilern,
Gerichtsmedizinern und Kriminalpsychologen auf ihrem Kampf gegen das Unrecht
folgen. Und dann, kurz vor dem Schlafengehen greifen wir noch neben uns zur
Bettlektüre, nur für ein paar Seiten - und wieder reißen
sie uns in ihren Bann, die Heldinnen und Helden von Arthur
Conan Doyle über Raymond Chandler bis Henning Mankell, von Agatha
Christie über Patricia Highsmith bis Patricia Cornwell.
Woher kommt unsere Lust am fiktiven Verbrechen? Sind es nur die attraktiven
Heroinen und Heroen mit Revolver, Skalpell und Köpfchen, die uns so
einen Mordsspaß bereiten? Ist es der analytische und psychologische
Spürsinn der Kommissare und Detektive und das intellektuelle Vergnügen,
ihnen bei der Aufklärung der Verbrechen zuvorkommen zu wollen? Sicherlich
geht es um mehr - und leider begegnet uns das Verbrechen ja auch keineswegs
nur fern des wirklichen Lebens. Das Vergnügen der Zuschauer und Leser
an Thrill und Spannung fiktiver Gewalt steht dem Leiden der Opfer realer
Verbrechen gegenüber - ein zynischer Vergleich? Die Spur des wirklichen
Verbrechens führt quer durch die Geschichte an die Ränder der
Gesellschaft, in die dunklen Ecken der menschlichen Seele - und sie führt
mit der Festnahme eines Täters auch zur Wiederherstellung und Bestätigung
der je herrschenden Ordnung.
Über die Faszination von Krimis, die Arbeit der Ermittler, die Methoden
der kriminologischen Wissenschaften und die tiefere Bedeutung von Verbrechen
für unsere Gesellschaft diskutiert Volker Panzer im nachtstudio mit
seinen Gästen: der Journalistin, Krimiexpertin und Bundesgesundheitsministerin
a.D. Andrea Fischer, dem forensischen Biologen Mark Benecke und dem Kriminalpsychologen
Jens Hoffmann - wie immer nach der Spätausgabe der "heute"-Nachrichten.