2000-06-06 Kölner Morgen: Maden fressen Wunde
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Wundheilung mittels Schmeißfliegenmaden (Wound Healing by Blowfly Maggots)
Maden fressen Wunde
Bad Hersfeld. "Die haben jetzt Hunger - das ist gut", freut sich Heinrich List, als ihm rund 200 lebende Maden in die offene Wunde an seinem Fuß gesetzt werden. Der Anblick ist gewöhnungsbedürftig. Kaum zu glauben, dass hier ein heilsamer und medizinisch sinnvoller Prozess in Gang gesetzt wird. Denn die Fliegenlarven der Spezies Lucilia sericata (genau die, die man von den Kuhfladen kennt) mögen das, was eine Fleischwunde zum bedrohlichen Problemfall werden lässt: abgestorbenes Gewebe, das nicht heilen will.Allerdings sind die Larven nicht etwa mit kleinen Zähnchen ausgestattet. Vielmehr sondern sie ein Enzym ab, das ihre "Nahrung" aufbereitet und dabei sogar Antibiotika resistente Bakterien vernichtet. "Man spürt es kribbeln, aber es tut nicht weh", versichert der erfolgreich Behandelte, der an einer arteriellen Erkrankung am Fuß leidet. Ohne die Larven hätte sein Bein bis zum Knie amputiert werden müssen. Bei der AOK Hessen kann der "Larven-Angriff" übrigens vom Arzt als "normale Leistung" abgerechnet werden.
Mark Benecke, Ph.D., Certified & Sworn In Forensic Biologist, International Forensic Research & Consulting, Postfach 250411, 50520 Cologne, Germany; E-Mail: forensic@benecke.com, www.benecke.com, Text / SMS only +49-173-287-3136.